Biographisches


Heinz Staffelmayr





Trotz allgemeiner Verdunkelungspflicht habe ich in Linz am 25. Oktober 1939 das Licht der Welt erblickt. Nach einem Überlebenswichtigen Aufenthalt in Bad Leonfelden begann in Ried i. I. ein neues Leben für mich, wäre die Schule nicht gewesen (oder gerade deshalb). Eine bedrohliche Institution, der ich erst 1958 durch die Malerei entkam. Ebendort führten mich Max Schlager und Wilhelm Traeger in die Innviertler Künstlergilde ein, von wo der Weg nicht mehr weit schien an die hohe Schule der Akademie der bildenden Künste in Wien. Aber fürsorgliche elterliche Vorstellungen machten einen Umweg Über Architektur, Kunstgeschichte und Kunsterziehung notwendig, bis ich endlich die Meisterschule für Malerei und Graphik fand, wo Prof. Christian Martin und Prof. Max Melcher mich und kongeniale Freunde zu diplomierten Künstlern sprießen ließen. So fiel mit leicht verzögerter Reife die Frucht vom Baum der Erkenntnis in die Obstverwertungsgesellschaft des Lebens. Schon nach einem Jahr kaufte ich alle kurzfristig gehorteten Anteilscheine und fuhr nach Südfrankreich, auf der Suche nach einer anderen Malerei. Daß ich noch immer suche, weiß ich, doch glaube ich, immer noch nicht zurückgefunden zu haben.